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Gutmütigkeit oder Dummheit

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Gutmütigkeit oder Dummheit

Beitrag von SimplyTheBest am Mo Aug 23, 2010 1:38 pm

Ich hatte heute ein Gespräch mit einem guten Freund, der mir sein Leid klagte. Ich fühlte mich irgendwie erinnert an eigene Erfahrungen.
Die Geschichte war, dass er mir schilderte dass er jedes Mal wenn er einem etwas Gutes tat, er sich am Ende ausgenutzt fühlte.
Der spezielle Fall war, dass ihm ein guter Freund etwas abkaufen wollte, was er eigentlich nicht vorhatte. Als Grund gab der Bekannte an, dass er ein Geburtstagsgeschenk für seine Tochter suchte und dass dies genau das Richtige wäre. Mein Bekannter lies sich erweichen und ging sogar unter seinem selbst bezahlten Preis.
Als er eine Woche später durch die Stadt ging fand er den Roller wieder, mit einem anderen Besitzer. Auf die Frage woher er diesen denn hätte gab er an ihn gerade gekauft zu haben und siehe und staune, zu einem 30% höheren Preis.
Ich muss zugeben, dass mir solche Dinge auch schon massenhaft passiert sind.
War ich einfach nur dumm, habe mich gutmütig wie ich bin über den Tisch ziehen lassen?
Ist es im Endeffekt die normale Umgangsform, die man einkalkulieren sollte?
Ich denke Mal, das es wohl in der heutigen Zeit ein Luxus geworden ist, hilfsbereit, spendenfreudig und sozial zu sein, wenn es auf diese Art und Weise ausgenutzt wird.
Mich würde da ja auch andere Meinungen Interessieren, aber da immer noch Blockadenstimmung herrscht, werde ich wohl auf die Antworten warten müssen.

SimplyTheBest

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Jetzt hat es mich also auch wieder mal erwischt

Beitrag von SimplyTheBest am Mo Aug 30, 2010 1:49 am

Ich bin sauer über so viel Unverfrorenheit von einem, wie ich dachte, gutem Freund. Wir bekamen letztes Jahr im Oktober ein Stück Feld zum Kauf angeboten. Es war mit Luzerne bestückt und grenzte genau an unser Grundstück. Der Besitzer wollte ein für ihn günstiger gelegenes Grundstück kaufen und hatte aber nicht das nötige Geld dazu. Nach langem hin und her willigte ich ein und kaufte das Grundstück. Hier in Ungarn ist es Gesetz, das wenn eine Immobilie zum Verkauf steht, dass sie zuerst bei der Gemeinde ausgehängt werden muss damit ein eventuell vorhandenes Vorkaufsrecht angezeigt werden kann. Das Grundstück selbst wurde aber bereits von uns bezahlt und der Vertrag abgeschlossen. Als die Frist abgelaufen war, sprich einer Übertragung nichts mehr im Weg stand, knüpfte der Besitzer schnell noch einige Bedingungen daran. Sprich er wollte für das kommende Jahr noch die Luzerne abmähen und er sägte alle Bäume die das Grundstück umgaben ab. Ich war nicht erfreut darüber, wollte aber den Frieden waren, da wir bisher ein freundschaftliches Verhältnis miteinander hatten. Normalerweise wird die Luzerne 3 x pro Jahr geschnitten und das vierte Mal kommt sie dann zum blühen und wird grün gemäht. Viele lassen sie dann auch stehen. Das dient dazu, dass sie sich erholt. Die 3x wurden bereits erreicht, so dass eigentlich kein Recht des früheren Eigentümers nach den allgemeinen Regeln mehr besteht. Auf dem Grundstück befindet sich auch ein Strom, damit durch den vorhandenen Brunnen bewässert werden kann. Ich traf gestern den „Freund“ und fragte ihn, wann wir denn den Zähler umschreiben wollen, da ich Morgen sowieso nach Szeged fahre und dies dann auch gleich mit erledigen kann. Bei dem Gespräch stellte es sich dann heraus, das es nicht so eilig wäre, weil er ja sowieso das Feld nochmals mähen werde. Es war ein Schlag ins Gesicht. Was denkt er eigentlich, dachte ich mir, wie blöd ich bin? Er nutzt meine Gutmütigkeit bis aufs letzte aus. Wenn ich jetzt Mal rechne, was ich dadurch in den Sand gesetzt habe. Das Feld hat 550.000 HUF gekostet. Durch meine Gutmütigkeit habe ich wenn er jetzt das 4 Mal mäht 52 Rundballen Luzerne verloren, wo der Ballen 8.000 FT kostet, was also 416.000 FT ausmacht, was fast den Kaufpreis ausmacht, zusätzlich etwa 4 m3 Akazienholz und der Verlust eines ganzen Nutzungsjahres. Geht’s eigentlich noch? Ich war im ersten Moment total perplex über diese Dreistigkeit das ich nichts gesagt habe. Zuhause angekommen nagte aber mein Verhalten in mir und der Ärger über diese Dreistigkeit, dass ich beschloss mir dieses Verhalten nicht gefallen zu lassen. Ich werde Morgen in einem Gespräch dies zu klären versuchen und wenn es nicht anders geht, denn Kaufvertrag im Nach hinein kippen und die Freundschaft beenden, denn wer so etwas schamlos ausnutzt kann kein Freund sein. Ich bin maßlos enttäuscht, weil ich mich wieder einmal in einem Menschen so getäuscht habe. Es scheint Freundschaft in dem Sinne nicht mehr zu geben, sondern es ist nur ein Vorteile suchen auf kosten des anderen.

SimplyTheBest

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